Stromvergleich: Nachtstrom eine Alternative

Die Verbraucherzentrale NRW informiert langjährige Kunden des Stromanbieters NRW, dass die Frist zur Rückforderung von erhöhten Gebühren und Rechnungen für Strom und Gas seit 2007 nur noch bis zum Ende dieses Jahres angemahnt werden können.

Strompreise: Nachtstrom günstig beziehen

1,6 Millionen Heizungen mit Nachtstrom gibt es in ganz Deutschland. Das Modell war ursprünglich dazu gedacht, die nächtliche Überproduktion von Strom über den Tag verteilt abzugeben. Nachts ist der Verbrauch von Strom in der Regel am niedrigsten, trotzdem wird der Strom auch in diesen Stunden produziert. Anbieter warten darum mit besonders günstigen Angeboten für den Bezug von Nachtstrom auf, doch den kann man bisher nur schwerlich nutzen, weil die Speichermöglichkeiten äußerst begrenzt sind. Nachtspeicherheizungen können den Nachtstrom speichern und damit im Verlauf des Tages Wärme nach Bedarf erzeugen. In diesem Prozess der Umwandlung gehen allerdings zwei Drittel der Energie verloren, was den Wirkungsgrad doch erheblich einschränkt. Außerdem wird dabei im Vergleich zu Heizöl oder anderen alternativen Energien viel mehr Kohlendioxid frei gesetzt.

Nachtspeicherheizungen sind wenig wirtschaftlich

Die ehemals besonders günstigen Tarife für den Verbrauch von Nachtstrom haben Anbieter wie RWE in den letzten Jahren erheblich erhöht und die Sparpotentiale für die Abnehmer damit deutlich in den Keller sacken lassen. Viele Anbieter bieten gar keine gesonderten Preise für Nachtstrom mehr an und auch seitens der Bundesregierung plant man bereits ein Verbot der immer weniger effizienten Nachtspeicherheizungen bis 2020. Bereits 2007 hatte man unter Begründung der schwindenden Wirtschaftlichkeit die reduzierten Sonderbesteuerungen gestrichen.

Erhöhte Nachtstromkosten anmahnen

Das Oberlandesgericht in Hamm entschied, dass die Vertragsklauseln zur Änderung und Preiserhöhung für Erdgas von NRW intransparent, mehrdeutig und darum unwirksam seien. Seitens der Verbraucherzentrale NRW sieht man selbiges auch für Nachstrom gegeben. Kunden könnten die Gebühren noch bis Ende dieses Jahres per Mahnschreiben von RWE zurückfordern, danach liefe die Frist aus und die Ansprüche gingen verloren.